Tag 10: Sanremo – Milano (Mailand)

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Nach diesen relaxten Urlaubstagen in Sanremo ging es heute am Montag endlich weiter. Den Motorsound haben wir beide schon stark vermisst.
Richtung Genua geht es nur am Strand entlang, durch etliche Dörfer in einer angenehmen Hitze.
Allerdings sind auch um 10 Uhr vormittags dermaßen viele Italiener auf den Straßen unterwegs, sodass wir uns die ersten 50 Kilometer nur durch stehende Autos kämpfen müssen. Die arme Kupplung wird durch so einen anstrengenden Schmarn echt belastet, aber die Husqvarna packt das locker weg.

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Allgemein muss ich mal loswerden, dass ich nicht gedacht hätte, dass wir so vollkommen problemfrei davonkommen. Zwar ist die Tour noch nicht vorbei, aber immerhin schon ca. 1800 Kilometer gefahren.
Das einzige, was ich nach der Tour machen könnte: Den Kupplungsweg um 0,5 mm nachstellen. 😉

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Aufgrund des Staus entschieden wir uns nach einem letzten Sprung ins Meer meinerseits, dass wir bereits vor Genua ins Landesinnere abbiegen werden. Zwar verzichten wir dann auf die große Hafenstadt, aber auch auf jede Menge Stress und Orientierungsverlust.
Also biegen wir nach Savona richtung Sassaro ab und erleben Bergpassagen, die sich jeder Motorradfahrer nur im Traum vorstellen kann. Auf schmalen Straßen ein Beschleunigungsinferno, stark anbremsen, dass die Vorderradgabel eintaucht, das Knie gen Asphalt strecken, noch einen Gang herunterschalten, damit der Motor richtig aufheult und in der Schräglage wieder voll auf’s Gas um mit wenig Geschwindigkeitsverlust in die nächste Kurve zu stechen.
Grandiose Strecke!

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Irgendwann lesen wir auf einem Schild „Motocross“ und biegen in diese Richtung einfach mal ab.

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Es erwartet uns eine noch kleinere Straße, die uns letztendlich zu einem Crossodrom führt. Das ist ein Stadion für Motocross Rennen und Stuntshows. Da diese leider geschlossen war, begnügten wir uns mit den Straßen davor und machten mal wieder Filmaufnahmen.

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Wieder auf der Route, erreichen wir irgendwann Acqui Therme. Richtung Alessandria werden die Landstraßen immer unangenehmer und bleiben ähnlich.
Ein kurzer Supermarkt-Snack in Valenza und weiter geht’s.
Letztendlich sind wir um kurz vor 20 Uhr in Mailand angekommen. Das Schilderchaos davor kam mir bekannt vor: Als ich vor 4 Jahren mit meinem Papa mit dem Radl von München nach Mailand gefahren bin, fiel uns auf, dass es manchmal nur noch 40 km waren, dann wieder 75 km und das nächste Ortsschild behauptete wieder 20 km bis Mailand. Genau so war es auch heute, doch mein Tipp:
Orientiert euch an den Kilometersteinen der Landstraße, denn diese zählen die Kilometer, bis die Straße definitiv endet und das ist meistens in der nächsten Großstadt.

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Nach etwas Fahrt erreichten wir auch die ausgesuchte Jugendherberge. Da wir seit der Tour Mitglieder bei „Hostelling International“ sind, sparen wir uns ein paar Kosten und buchen das Zimmer für eine Nacht.
Als ich damals mit Papa in der selben Herberge war, erinnerte diese noch stark an ein Gefängnis, das hat sich zum Glück geändert!

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Mit der Metro (U-Bahn) geht es gegen 22 Uhr noch in die Stadt, bzw. zum weltberühmten Dom. Unglaublich dieses Gebäude!

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Um 01:30 endet dieser Tag und geht morgen um Punkt 08:00 Uhr weiter, hoffentlich bis nach Romanshorn am Bodensee.

Ciao tutti!

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2 Kommentare

  1. Jörg Ploß

     /  14. August 2012

    Hallo ihr zwei,
    mein Filius (16 und auch A1 Fahrer) und ich (mehr als drei mal so alt) verfolgen Eure Tour mit großem Interesse. Er, weil er vielleicht auch das große Abenteuer darin sieht und ich in Vorfreude auf den kommende Mopedurlaub. Wir werden das mit TE125 und TE449 machen und die Toskana rocken. Euch wünschen wir weiterhin viel Spaß, schreibt weiter so lockere Berichte und vor allem: immer oben bleiben!
    Viele Grüße

    Antwort
    • Schönen Nachmittag Jörg,

      herzlichen Dank für den so netten Kommentar!
      Es freut mich, dass es für euch interessant ist und ihr ein ähnliches Abenteuer vorhabt!
      Ich wünsche euch alles alles beste dabei und vergisst nie das genießen der Reise 🙂

      Übermorgen werde ich unsere Packliste hier veröffentlichen, vielleicht sind ein paar Dinge dabei, an die man noch nicht gedacht hat 😉

      Einen schönen Tag und beste Grüße aus Romanshorn (Schweiz),
      Andy

      Antwort

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