Tag 3: Lyon – Marseille

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Tag 3 der 125er Reise steht an!
Nach dieser grauenvollen Nacht (siehe Artikel bevor), wollten wir nur noch eins:
Raus aus dem Regen und ab an die Küste.

Bei leichtem Regen verlassen wir den Campingplatz und müssen leider ein kurzes Stück Autobahn mitnehmen, um aus Lyon hinauszukommen.
Auf der Landstraße nach Valence angekommen, geht es so dahin..
Doch halt, da war doch was!

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Unmittelbar vor Ende einer Ortschaft, aus der ich wie gewohnt rausbeschleunigt habe, sehe ich am Straßenrand einen Mann mit Hut, der in Windeseile seine Laserpistole vor’s Gesicht reißt.
Ich bremse ca. 40 Km/h herunter, sodass fast die Räder blockieren.
Ich ahne das schlimmste: Strafe wegen zu schnellem fahren.
Doch es soll anders kommen:
Der französische Polizist gibt mir lediglich ein Handzeichen mit der Bedeutung: „Slow down“.

Nun zittere ich an ganzen Körper und bin echt froh, dass das so glimpflich ausgegangen ist. Seitdem halte ich mich wirklich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Hier in Frankreich heißt die Polizei oft „Gendamerie“…Könnte auch der Name eines Restaurants sein, oder?

Die Straßen waren brutal rutschig, vor allem auf frisch geteerten Straßen.
Da ich Kurven sehr liebe, fällt es mir schwer, langsam dort hineinzufahren.
In einer solch klitschigen Kurve war ich dann tatsächlich dazu gezwungen, gegenzulenken, um einen Sturz zu vermeiden..Schon wieder Glück gehabt!

Ach ja:
Nun kommt ein ekliges Geständnis!
Als ich heute morgen nach trockenen Socken kam das bittere erwachen:
Ich habe nur ein paar Socken dabei.
Lecker, dass ich das zu Beginn des dritten Tages bemerke. Pfui!

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Irgendwann sah ich am Rande der Landstraße eine große Filiale meines Lieblingsladens „Decathlon“.
Hier gibt es Sportausrüstung für sehr wenig Geld, aber in super Qualität.
Da fackelte ich nicht lang und kaufte eine Jogginghose, die ich auch vergessen hatte, einen warmen Pulli, eine Angeber-Sonnenbrille für St. Tropez und Socken!

Danach ging es halt so dahin..Man war tanken, im Supermarkt Essen kaufen, usw.(Wir haben heute wenigstens nicht Mittags im McDonalds gegessen!)

Irgendwann, gegen 19 Uhr kamen wir dann endlich in Marseilles an!
Es waren Bilder, die mir mein ganzes Leben lang nicht mehr aus den Kopf gehen werden.
Gerne hätte ich die Fahrt gefilmt, aber es gibt Momente, die sollte man einfach genießen!
Eine Brücke führte kurvig am Hafen vorbei. Yachten liegen im Hafen und das Meer blinzelt uns entgegen.
Jetzt habe ich das erste mal richtig Gänsehaut! Dieses Gefühl war zwar noch nicht vergleichbar mit dem der Zieleinfahrt nach einer meiner Fernradtouren mit Papa, aber auch sehr angenehm!

Vorbei an Tausenden von teuren Booten und Schiffen brummen wir durch Marseille!
Gern würde ich uns bei der Touristeninformation einen Stadtplan holen, doch die Suche nach dem Büro dauert trotz nachfrage bei einem Polizisten über eine halbe Stunde.

Zu der Zeit war sie dann allerdings schon geschlossen.
Also half nur eins:
Ab in McDonalds, um im Internet nach Campingplätzen zu suchen.
Der nächste wäre mindestens 35 Kilometer weit weg. Zu weit für heute!
Also fand ich im Netz die Jugendherberge nicht fern vom Meer.

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Hier sitzen wir nun.
Gerade waren wir noch am Strand und sind mit unseren Husqvarnas die Promenade entlang geheizt.
Man muss schon ehrlich sagen, dass die Menschen große Augen bekommen, wenn da zwei exakt gleiche Huskys mit Karacho durch die Ortschaft flitzen.
Bei dem ein oder anderen Rollerfahrer erkennt man eventuell sogar ein bisschen Neid…

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Auf jeden Fall ist diese Küstenstraße der Hammer.. Wie eine große Kartbahn für Motorräder.
Hier geht’s nur darum, wer de Kurven schneller nehmen kann. Genau meine Welt, haha!

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Wir verabschieden uns für heute mit einem PROST aus Marseille.
Wir stoßen gleich zum dritten mal an, denn morgen machen wir uns einen gemütlichen Tag und erlauben uns einen Tag Urlaub! 😉

Hinterlasse einen Kommentar

2 Kommentare

  1. Liane und Peter

     /  7. August 2012

    Glückwunsch, ihr beiden, die erste Etappe ist gemeistert. Trinkt einen Pastis für mich mit und lasst die Sonne des Südens für euch arbeiten, sie trocknet alles!

    Antworten
  2. Andis Papa

     /  7. August 2012

    schöne Geschichten, ich freue mich schon auf die nächsten.

    Antworten

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